Sachertorte nach Wiener Art

Die Sachertorte ist eine Schokoladentorte mit Marillenmarmelade und Schokoladenglasur. Sie gilt als eine Spezialität der Wiener Küche. Als diese ist sie im Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen.

Sprechblase - Leicht Anita Recalde

Anitas Rezept

Die Sachertorte wurde von einem Lehrling im zweiten Lehrjahr erfunden – Franz Sacher. Es gibt eine Vielzahl von Rezepten – dies ist eines davon.

Die Zutatenliste:

Für den Kuchen:

  • 250g Kochschokolade/Kuvertüre
  • 9 Eier
  • Salz
  • 200g Zucker
  • 20g Vanillezucker
  • 200g Mehl
  • 16g Backpulver

Für die Füllung und das Aprikotieren:

  • 38 % Rum
  • Aprikosenkonfitüre (Marillenmarmelade)

Für das Glasieren:

  • 180g Wasser
  • 370g Zucker
  • 300g Kochschokolade/Kuvertüre
  • 1 ½ Esslöffel Öl

Zubereitung: So a Wiener Schmäh 😀

ERSTER TEIL: Der Kuchen

Als erstes 250g Kochschokolade oder Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen.

Dann kommt der Eischnee dran. Dafür das Eiklar von 9 Eiern mittlerer Größe in eine Schüssel geben. Die Eidotter werden später noch verwenden.

In die Schüssel eine Prise Salz geben und anfangen das Eiklar aufzuschlagen. Beim Eischnee gibt es zwei wichtige Regeln zu beachten. Erstens nur wirklich saubere Utensilien benutzen und zweitens den Eischnee immer in die gleiche Richtung rühren (eine Küchenmaschine macht dies automatisch). Wenn ihr diese Regeln nicht beachtet wird euer Eischnee nicht fest.

Den festen Eischnee in eine separate Schüssel geben und beiseite stellen.

Als nächstes ist der Abtrieb an der Reihe. Dafür die 9 Dotter in die zweite Schüssel geben und 200g Zucker sowie 20g Vanillezucker hinzufügen und vermixen.

Gleichzeitig 200g Mehl und 16g Backpulver mithilfe eines Siebes in eine weitere Schüssel vermischen.

Sobald der Abtriebt gut vermischt ist, die geschmolzene Schokolade hinzugeben und vorsichtig weitermixen.

Die hälfte des Mehlgemisches hinzugeben und mit einer Spachtel langsam unterrühren.

Den Rest des Mehlgemisches hinzugeben und unterrühren. Jetzt den Eischnee portionsweise in Masse geben und vorsichtig unterheben.

Zum Schluss die Masse in eine eingefettete runde Backform mit 26cm Durchmesser geben. Falls ihr nicht wisst wie man runde Backformen einfettet, dann klickt einfach auf folgenden Link hier

Die fertige Masse bei 170 Grad zwischen 50 und 60 Minuten im Ofen backen.

ZWEITER TEIL: Füllen und Aprikotieren

Zwei Zahnstocher untereinander in den Kuchen stecken. Mit einem großen Messer den Kuchen am besten mit drehenden Bewegungen in der Mitte durchschneiden. Das Messer muss dabei zwischen den Zahnstochern sein.

Mithilfe eines Tortenheber die obere Hälfte abheben und beiseite stellen. Unter den Kuchen einen gleichgroßen Karton geben denn dieser gibt dem Kuchen beim späteren Glasieren einen bessern halt.

Nun kommt der Rum an die Reihe. (Falls ihr Kinder haben solltet, dann lasst diesen Schritt bitte aus). 1/16 Liter 38 % Rum pro Kuchenhälfte mithilfe einer Pipette tröpfeln. Der Rum macht die Kuchenmasse schön saftig.

Jetzt passierte Aprikosenkonfitüre (Marillenmarmelade in Österreich) mit einer Winkelpalette oder einem Messer auf eine Kuchenhälfte verstreichen.

Die zweite mit oder ohne Rum angereicherte Kuchenhälfte wieder auf die untere Kuchenhälfte setzen. Die Zahnstocher zeigen dabei an ob sie wieder richtig zusammengesetzt wurde.

Zum Schluss müsse jetzt noch der Kuchen aprikotiert werden. Dafür passierte Aprikosenmarmelade erhitzen und den gesamten Kuchen damit bedecken. Das Aprikotieren dient dazu eine glatte Oberfläche für das spätere Glasieren zu schaffen.

DRITTER TEIL: Das Glasieren

In einen Topf 180g Wasser mit 370g Kristallzucker erhitzen. Gleichzeitig 300g Kochschokolade oder Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen.

Jetzt auf den sogenannten kleinen Flug warten. Das heißt, das Zuckerwasser wird so zähflüssig, dass beim Löffeltest ein kleiner Faden (auch kleiner Flug genannt) entsteht. Meistens dauert das zwischen 4 und 5 Minuten.

Sobald ihr den kleinen Flug seht, 1 ½ Esslöffel Öl in die geschmolzene Schokolade gießen und mit einem Schneebesen vermengen. Das Öl gibt der Glasur einen besonderen Glanz.

Vorsichtig das heiße Zuckerwasser unter ständigem Rühren in die geschmolzene Schokolade schütten und dann rühren – rühren – rühren! Das muss so lange gemacht werden, bis die Glasur so weit abgekühlt ist, dass beim Löffeltest die Glasur langsam abfliest.

Vorher ein großes Backpapier mit einer kleinen Schüssel in der Mitte vorbereiten und den abgekühlten und aprikotierten Kuchen auf die Schüssel stellen.

Vorsichtig, mit langsamen kreisenden Bewegungen, die Schokoglasur über den Kuchen gießen.

Und fertig ist die Sachertorte!

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbacken!